BERLINKAMINE Ratgeber

Brauche ich einen Schornstein für einen Kamin?

Ein Kamin oder Kaminofen benötigt eine sichere Abführung der Verbrennungsgase. Bei Feuerstätten für feste Brennstoffe gehört deshalb eine geeignete Schornsteinlösung zum Kaminprojekt.

Stand: September 2026

Die kurze Antwort

Ja.

Feuer braucht einen sicheren Weg für die Abgase.

Bei einem mit Holz oder Pellets betriebenen Kamin beziehungsweise Ofen entstehen Verbrennungsgase. Diese müssen sicher aus dem Gebäude ins Freie abgeführt werden.

Deshalb gehören Feuerstätte und Schornstein technisch zusammen. Entscheidend ist jedoch nicht nur, dass irgendein Schornstein vorhanden ist, sondern dass die Abgasanlage zur geplanten Feuerstätte passt.

Der Schornstein ist kein Zubehör.

Er ist Bestandteil der Feuerungsanlage und sollte deshalb von Beginn an in die Kaminplanung einbezogen werden.

Das Grundprinzip

Feuerstätte und Abgasführung bilden ein gemeinsames System.

01 Feuerstätte

Im Kamin oder Ofen wird der Brennstoff verbrannt und Wärme erzeugt.

02 Verbindungsstück

Das Rauchrohr verbindet die Feuerstätte mit der eigentlichen Abgasanlage.

03 Schornstein

Die Verbrennungsgase werden kontrolliert und sicher aus dem Gebäude geführt.

Schornstein vorhanden

Vorhanden bedeutet nicht automatisch geeignet.

Viele ältere Häuser besitzen bereits einen oder mehrere Schornsteinzüge. Das ist zunächst eine gute Ausgangslage, beantwortet aber noch nicht die Frage, ob dort die gewünschte Feuerstätte angeschlossen werden kann.

Für die Planung muss geprüft werden, ob Schornstein und Feuerstätte technisch zueinander passen und ob ein geeigneter Anschluss hergestellt werden kann.

Unter anderem können Querschnitt, Höhe, Verlauf, Zustand und die geplante Feuerstätte eine Rolle spielen.

Schornsteine bei BERLINKAMINE

Kein Schornstein vorhanden

Ohne vorhandenen Schornstein ist ein Kamin nicht automatisch ausgeschlossen.

Gerade bei bestehenden Häusern gibt es Gebäude, in denen am gewünschten Aufstellort keine geeignete Abgasanlage vorhanden ist.

Dann kann ein zusätzlicher Schornstein Bestandteil des Kaminprojekts werden. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt vom Gebäude, dem geplanten Verlauf und der Feuerstätte ab.

Nachträgliche Lösung

Edelstahl

Ein Edelstahlschornstein kann bei Bestandsgebäuden eine Lösung sein.

Soll ein Kamin nachträglich eingebaut werden, wird häufig geprüft, ob sich eine zusätzliche Abgasanlage außen am Gebäude realisieren lässt.

Edelstahlschornsteine können hierfür eine mögliche Lösung sein. Verlauf, Dimensionierung, Befestigung und Austritt über dem Dach müssen allerdings zum konkreten Projekt passen.

Mehr über Edelstahlschornsteine

Systemlösung

Keramik

Auch ein Keramikschornstein kann Teil des Kaminprojekts sein.

Bei Neubauten, Umbauten oder umfangreicheren Kaminprojekten kann auch ein Keramikschornsteinsystem in die Planung einbezogen werden.

Welche Bauart sinnvoll ist, lässt sich nicht allein anhand des Materials entscheiden. Gebäude, Feuerstätte und gewünschter Schornsteinverlauf müssen gemeinsam betrachtet werden.

Mehr über Keramikschornsteine

Planung

Was muss bei Feuerstätte und Schornstein zusammenpassen?

01 Feuerstätte

Bauart und technische Anforderungen der geplanten Feuerstätte bilden die Grundlage.

02 Querschnitt

Die Abgasanlage muss für die angeschlossene Feuerstätte geeignet dimensioniert sein.

03 Höhe

Auch die wirksame Höhe der Abgasanlage gehört zur technischen Planung.

04 Verlauf

Der Weg vom Ofen bis über das Gebäude beeinflusst die Schornsteinplanung.

05 Gebäude

Dach, Fassade, Geschosse und angrenzende Bauteile müssen berücksichtigt werden.

06 Verbrennungsluft

Auch die sichere Versorgung der Feuerstätte mit Verbrennungsluft gehört zum Gesamtkonzept.

Nicht erst am Ende

Den Bezirksschornsteinfeger frühzeitig einbeziehen.

Bei einem neuen Kaminprojekt ist es sinnvoll, die zuständige bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegerin beziehungsweise den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger bereits während der Planung einzubeziehen.

Dabei kann frühzeitig geklärt werden, ob die vorgesehene Feuerstätte und die geplante Abgasanlage grundsätzlich zusammenpassen.

Neu errichtete oder wesentlich geänderte Feuerungsanlagen müssen vor der ersten Inbetriebnahme entsprechend überprüft werden.

Berlin

Feuerstätte und Abgasanlage müssen betriebssicher und brandsicher sein.

Die Berliner Bauordnung behandelt Feuerstätte und Abgasanlage gemeinsam als Feuerungsanlage. Sie müssen betriebssicher und brandsicher sein.

Die Abgase sind so ins Freie abzuführen, dass keine Gefahren oder unzumutbaren Belästigungen entstehen.

Für ein Kaminprojekt bedeutet das: Der Schornstein kann nicht unabhängig von Feuerstätte und Gebäude ausgewählt werden.

Bestandsgebäude

Kann ich einen alten Schornstein wieder benutzen?

Das kann möglich sein, muss aber im Einzelfall geprüft werden. Gerade in älteren Gebäuden können Schornsteinzüge vorhanden sein, die längere Zeit nicht genutzt wurden oder früher für eine andere Feuerstätte vorgesehen waren.

Bevor daran ein neuer Kamin oder Kaminofen angeschlossen wird, muss geklärt werden, ob der betreffende Zug für die neue Nutzung geeignet ist.

Deshalb sollte ein vorhandener Schornstein niemals allein aufgrund seines sichtbaren Vorhandenseins als „passend“ eingeplant werden.

Reihenfolge

Erst Schornstein klären, dann den Kamin auswählen?

Nicht zwingend nacheinander, aber unbedingt gemeinsam. Feuerstätte und Schornstein sollten als zusammengehörende Teile eines Projekts geplant werden.

Wer zunächst einen Ofen ausschließlich nach Optik auswählt und erst anschließend die vorhandene Abgasanlage prüft, riskiert unnötige Änderungen bei der weiteren Planung.

Budget

Ein neuer Schornstein verändert die Gesamtkosten.

Ist bereits eine geeignete Abgasanlage vorhanden, entfällt ein wesentlicher zusätzlicher Bestandteil des Projekts.

Muss dagegen ein neuer Schornstein geplant und montiert werden, kommen zusätzliche Material-, Planungs- und Montagekosten hinzu.

Deshalb sollte die Schornsteinfrage geklärt werden, bevor das Gesamtbudget eines Kaminprojekts bewertet wird.

Was kostet ein Kamin mit Einbau?

Sinnvolle Reihenfolge

Vom Kaminwunsch zur passenden Schornsteinlösung.

01

Feuerstätte definieren

Welche Art von Kamin oder Ofen ist geplant?

02

Bestand prüfen

Gibt es bereits eine geeignete Abgasanlage am gewünschten Aufstellort?

03

Schornstein planen

Falls erforderlich wird eine neue Schornsteinlösung in das Projekt integriert.

04

Projekt abstimmen

Feuerstätte, Gebäude und Abgasführung werden technisch zusammen betrachtet.

05

Umsetzung

BERLINKAMINE organisiert Lieferung und fachgerechte Montage durch geeignete Fachunternehmen und Partner.

Häufige Fragen

Braucht jeder Kamin einen Schornstein?

Ein mit festen Brennstoffen betriebener Kamin oder Ofen benötigt eine geeignete Abgasanlage, über die die Verbrennungsgase sicher ins Freie abgeführt werden. Feuerstätte und Schornstein müssen technisch zueinander passen.

Kann ich einen Kamin einbauen, wenn mein Haus keinen Schornstein hat?

Ein fehlender vorhandener Schornstein schließt ein Kaminprojekt nicht automatisch aus. Je nach Gebäude kann eine neue Abgasanlage, beispielsweise ein Edelstahlschornstein, geplant werden.

Kann jeder vorhandene Schornstein für einen Kamin genutzt werden?

Nein. Es muss geprüft werden, ob der vorhandene Schornstein für die vorgesehene Feuerstätte geeignet ist. Allein das Vorhandensein eines Schornsteinzuges reicht dafür nicht aus.

Kann ein Edelstahlschornstein nachträglich angebaut werden?

Bei Bestandsgebäuden kann ein zusätzlicher Edelstahlschornstein eine mögliche Lösung sein. Ob und wie er realisiert werden kann, hängt vom Gebäude, dem Verlauf und der geplanten Feuerstätte ab.

Sollte ich zuerst einen Kaminofen kaufen oder den Schornstein prüfen?

Sinnvoll ist eine gemeinsame Planung. Feuerstätte und Schornstein müssen zusammenpassen. Deshalb sollten die Voraussetzungen der Abgasanlage geklärt werden, bevor eine endgültige Produktentscheidung getroffen wird.

Wer plant den Schornstein bei BERLINKAMINE?

BERLINKAMINE betrachtet Feuerstätte und Schornstein gemeinsam im Kaminprojekt und organisiert die weitere fachgerechte Umsetzung mit geeigneten Fachunternehmen und Partnern.

Berlin & Brandenburg

Kamin und Schornstein gemeinsam planen.

BERLINKAMINE berät zu Kamineinbau und Schornsteinlösungen in Berlin und Brandenburg. Dabei betrachten wir zunächst die geplante Feuerstätte, den Aufstellort und die vorhandene beziehungsweise benötigte Abgasführung.

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