BERLINKAMINE Ratgeber
Wasserführender Kamin: Wie funktioniert er und wann ist er sinnvoll?
Ein wasserführender Kamin gibt nicht nur Wärme an den Wohnraum ab. Ein Teil der erzeugten Energie wird über einen Wärmetauscher in das Heizsystem des Hauses übertragen.
Die kurze Antwort
Feuer.Raum.
Heizung.
Ein wasserführender Kamin verbindet sichtbares Feuer mit dem Heizwasserkreislauf.
Bei einer klassischen Feuerstätte bleibt ein großer Teil der nutzbaren Wärme im Aufstellraum. Bei einer wasserführenden Lösung wird zusätzlich Wärme über einen integrierten Wärmetauscher an Heizungswasser übertragen.
Dieses erwärmte Wasser wird nicht unmittelbar einfach zu den Heizkörpern geschickt, sondern in ein entsprechend geplantes Heizsystem eingebunden.
Dadurch kann die Feuerstätte die zentrale Wärmeversorgung des Gebäudes unterstützen.
Ein wasserführender Kamin ist kein eigenständiges Einzelgerät, das unabhängig von der vorhandenen Heizung geplant werden sollte. Feuerstätte, Pufferspeicher, Hydraulik und bestehendes Heizsystem müssen zusammenpassen.
Funktionsweise
Vom Holzfeuer zum Heizungswasser.
In der Feuerstätte wird Holz verbrannt und Wärme erzeugt.
Ein Teil der erzeugten Wärme wird an Wasser im Heizsystem übertragen.
Die erzeugte Wärme wird zwischengespeichert, damit sie bedarfsgerecht genutzt werden kann.
Die gespeicherte Wärme kann anschließend in die Wärmeversorgung des Hauses einfließen.
Zwei Wärmewege
Ein Teil wärmt den Raum. Ein Teil das Heizungswasser.
Auch ein wasserführender Kamin gibt weiterhin Wärme direkt an seinen Aufstellraum ab. Zusätzlich wird ein Teil der Leistung wasserseitig übertragen.
Wie sich diese Leistung zwischen Raum und Wasser verteilt, hängt von der jeweiligen Feuerstätte ab.
Genau diese Aufteilung ist für die Planung wichtig. Eine Feuerstätte darf nicht allein deshalb gewählt werden, weil ihre gesamte Nennleistung auf dem Papier zum Gebäude passt.
Entscheidend ist auch, wie viel Wärme direkt im Wohnraum verbleibt und wie viel tatsächlich in das Heizsystem eingespeist wird.
Zentrales Bauteil
PufferspeicherWarum braucht ein wasserführender Kamin einen Pufferspeicher?
Holzfeuer lässt sich nicht sekundengenau an den momentanen Wärmebedarf des Hauses anpassen. Während das Feuer brennt, wird kontinuierlich Wärme erzeugt.
Der Pufferspeicher nimmt die wasserseitig erzeugte Wärme auf und hält sie für die weitere Nutzung im Heizsystem bereit.
Dadurch werden Wärmeerzeugung und tatsächlicher Wärmebedarf zeitlich voneinander entkoppelt.
Die Verbraucherzentrale nennt den Pufferspeicher bei der Einbindung eines wasserführenden Kaminofens in den Heizwasserkreislauf ausdrücklich als erforderlichen Bestandteil.Heizsystem
Der vorhandene Kamin ist nur ein Teil der Planung.
Bei einem wasserführenden Kamin muss zusätzlich zur Feuerstätte die vorhandene Heizungsanlage betrachtet werden.
Es muss geklärt werden, wie der Kamin hydraulisch eingebunden werden kann, welcher Pufferspeicher zum System passt und wie die verschiedenen Wärmeerzeuger miteinander arbeiten sollen.
Deshalb ist die Planung deutlich umfassender als bei einem rein raumheizenden Kaminofen.
Wasserführende Kamine bei BERLINKAMINEWann genauer prüfen?
Wann kann ein wasserführender Kamin interessant sein?
Die Feuerstätte soll nicht nur gelegentlich für Atmosphäre genutzt werden.
Ein Teil der erzeugten Wärme soll nicht nur im Aufstellraum verbleiben.
Die Feuerstätte soll als zusätzlicher Wärmeerzeuger in das Hauskonzept integriert werden.
Pufferspeicher, Leitungen und weitere Systemtechnik können sinnvoll untergebracht werden.
Nicht für jedes Projekt
Mehr Technik bedeutet nicht automatisch die bessere Lösung.
Wer hauptsächlich am Abend gelegentlich ein sichtbares Feuer genießen möchte, benötigt nicht automatisch eine Einbindung in die Zentralheizung.
Ein wasserführendes System bringt zusätzliche Komponenten, Leitungen und Abstimmungsbedarf mit sich.
Ob dieser zusätzliche Aufwand sinnvoll ist, hängt davon ab, welche Aufgabe die Feuerstätte im Heizkonzept tatsächlich übernehmen soll.
Was muss zusammenpassen?
Sechs Punkte gehören gemeinsam auf den Planungstisch.
Wie viel Wärme benötigt das Gebäude tatsächlich?
Wie viel Wärme darf direkt im Aufstellraum ankommen?
Welcher Anteil soll in das Heizsystem übertragen werden?
Wie wird die erzeugte Wärme gespeichert und verteilt?
Mit welchem bestehenden Wärmeerzeuger muss das System zusammenspielen?
Welche Abgasanlage ist vorhanden oder muss neu geplant werden?
Abgasführung
Auch ein wasserführender Kamin braucht einen passenden Schornstein.
Die wasserführende Funktion verändert nichts daran, dass es sich um eine Feuerstätte handelt, deren Verbrennungsgase sicher abgeführt werden müssen.
Feuerstätte und Schornstein müssen deshalb auch bei einem wasserführenden System technisch zusammenpassen.
Ist kein geeigneter Schornstein vorhanden, kann eine neue Schornsteinlösung Teil des Gesamtprojekts werden.
Frühzeitig einbeziehen
Nicht erstvor dem
ersten Feuer.
Der Bezirksschornsteinfeger gehört früh in das Projekt.
Wie bei anderen neuen Feuerstätten sollte die zuständige bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegerin beziehungsweise der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger bereits während der Planung einbezogen werden.
Dadurch können Feuerstätte, Anschluss und Abgasanlage frühzeitig auf ihre grundsätzliche Eignung für das geplante Projekt betrachtet werden.
Neu errichtete oder wesentlich geänderte Feuerungsanlagen müssen vor ihrer ersten Inbetriebnahme entsprechend überprüft werden.
Kosten
Was kostet ein wasserführender Kamin?
Eine seriöse Gesamtsumme lässt sich ohne Kenntnis des vorhandenen Heizsystems nicht nennen.
Neben der Feuerstätte müssen unter anderem Pufferspeicher, hydraulische Einbindung, notwendige Leitungen, Schornstein und Montage berücksichtigt werden.
Deshalb kann der Gerätepreis allein bei einer wasserführenden Lösung noch weniger über die tatsächlichen Projektkosten aussagen als bei einem einfachen Kaminofen.
Was kostet ein Kamin mit Einbau?Häufige Erwartung
Kann ein wasserführender Kamin die Heizung ersetzen?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Ein wasserführender Kamin kann Wärme in das Heizsystem einspeisen und damit die vorhandene Wärmeversorgung unterstützen.
Ob und in welchem Umfang eine Feuerstätte tatsächlich Aufgaben der zentralen Heizung übernehmen kann, hängt vom Gebäude, Wärmebedarf, Systemaufbau und Nutzungsverhalten ab.
Für eine solche Entscheidung ist deshalb eine Betrachtung des gesamten Heizsystems erforderlich.
Sinnvolle Planung
Wasserführende Feuerstätten werden vom Heizsystem aus mitgedacht.
Nutzung definieren
Soll die Feuerstätte Atmosphäre schaffen oder regelmäßig Wärme für das Gebäude liefern?
Wärmebedarf betrachten
Gebäude und gewünschte Wärmeverteilung werden berücksichtigt.
Heizsystem prüfen
Bestehender Wärmeerzeuger, Pufferspeicher und hydraulische Voraussetzungen werden einbezogen.
Feuerstätte auswählen
Raumseitige und wasserseitige Leistung müssen zur geplanten Nutzung passen.
Umsetzung organisieren
BERLINKAMINE organisiert Lieferung und fachgerechte Umsetzung mit geeigneten Fachunternehmen und Partnern.
Berlin & Brandenburg
Wasserführende Kamine beginnen mit einer Systemfrage.
BERLINKAMINE berät zu wasserführenden Kaminlösungen in Berlin und Brandenburg. Dabei betrachten wir nicht nur die Feuerstätte, sondern auch Aufstellraum, Schornstein und die Voraussetzungen für die Einbindung in das Heizsystem.
12623 Berlin Beratung & Planung
Häufige Fragen
Wie funktioniert ein wasserführender Kamin?
Ein wasserführender Kamin gibt einen Teil seiner Wärme an den Raum ab und überträgt einen weiteren Teil über einen Wärmetauscher an das Heizungswasser. Die Wärme wird in das Heizsystem des Hauses eingebunden.
Braucht ein wasserführender Kamin einen Pufferspeicher?
Bei der Einbindung eines wasserführenden Kaminofens in den Heizwasserkreislauf gehört ein Pufferspeicher zum System. Er nimmt erzeugte Wärme auf und stellt sie für die weitere Nutzung im Heizsystem bereit.
Heizt ein wasserführender Kamin auch den Raum?
Ja. Auch bei einer wasserführenden Feuerstätte wird ein Teil der Wärme direkt an den Aufstellraum abgegeben. Wie groß der raumseitige und wasserseitige Anteil ist, hängt vom jeweiligen Modell ab.
Kann ein wasserführender Kamin die Zentralheizung unterstützen?
Ja. Die in das Heizungswasser übertragene Wärme kann in das zentrale Heizsystem eingespeist werden. Wie groß der tatsächliche Beitrag ist, hängt von Gebäude, Anlage, Feuerstätte und Nutzung ab.
Kann man einen wasserführenden Kamin nachträglich einbauen?
Das kann möglich sein. Neben Aufstellort und Schornstein müssen jedoch auch Platz und technische Voraussetzungen für Pufferspeicher, Leitungen und die Einbindung in das vorhandene Heizsystem geprüft werden.
Was kostet ein wasserführender Kamin?
Der Gesamtpreis hängt nicht nur von der Feuerstätte ab. Pufferspeicher, hydraulische Einbindung, Schornstein, Leitungswege und Montage beeinflussen das Projekt erheblich. Eine belastbare Kalkulation setzt deshalb die Kenntnis des vorhandenen Heizsystems voraus.
Wer führt die Installation aus?
BERLINKAMINE begleitet Beratung, Planung, Produktauswahl und Lieferung und organisiert die fachgerechte Umsetzung durch geeignete Fachunternehmen und Partner.
Wasserführender Kamin